Seit wann gibt es den Volkstrauertag

Seit wann gibt es den Volkstrauertag

Wussten Sie, dass der Volkstrauertag in Deutschland seit 1919 begangen wird? Dieser nationale Gedenktag hat eine bewegte Geschichte, die eng mit den historischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Der erste Volkstrauertag wurde am 1. März 1925 gefeiert und sollte ursprünglich den Opfern des Ersten Weltkriegs gedenken. Heute haben öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen an diesem Tag in allen Bundesländern Pause, um dem „ernsten Charakter“ des Tages gerecht zu werden.

Der Volkstrauertag wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und ist zwar kein gesetzlicher Feiertag, dennoch haben die meisten Menschen aufgrund des Sonntags frei. Dieser Gedenktag ist tief in der Geschichte des Volkstrauertags verwurzelt. Die zentrale Gedenkstunde findet im Plenarsaal des Deutschen Bundestages statt, wo bedeutende Persönlichkeiten wie der Bundespräsident eine Rede halten und die Fahnen in Deutschland auf halbmast gesetzt werden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Volkstrauertag wird seit 1919 in Deutschland begangen.
  • Er wurde erstmals 1925 offiziell gefeiert.
  • Der Gedenktag findet immer zwei Wochen vor dem ersten Advent statt.
  • An diesem Tag werden die Fahnen in Deutschland auf halbmast gesetzt.
  • Seit 1952 ist der Volkstrauertag ein staatlicher Gedenktag.

Der Ursprung des Volkstrauertags

Der Ursprung des Volkstrauertags liegt in den dramatischen Ereignissen nach dem Ersten Weltkrieg. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge initiierte bereits 1919 diesen Gedenktag, um den deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges zu gedenken. Am 16. Dezember 1919 wurde der Volkstrauertag offiziell ins Leben gerufen. Die Volkstrauertag Historie zeigt auf, dass die erste Gedenkstunde am 5. März 1922 im Reichstag stattfand und ein tiefer Moment der nationalen Trauer war.

Der Volkstrauertag seit wann er existiert, wurde im Jahr 1925 zum ersten Mal offiziell begangen, und ab 1926 wurde dieser Tag als „Sonntag mit reichsweiter Staatstrauer“ jährlich gefeiert. Dies zeigt deutlich den Ursprung des Volkstrauertags und die weitere Entwicklung des Gedenktages.

Um ein einheitliches Gedenken zu ermöglichen, wurde der Gast wurde in der Weimarer Republik wiederholt diskutiert. Zwischen 1919 und 1921 wurden 18 Anträge zur Einführung eines Nationaltrauer- oder Volkstrauertages behandelt, was die Bedeutung und Notwendigkeit eines solchen Tages unterstrich. Der Ursprung des Volkstrauertags spiegelt somit das Bedürfnis wieder, nach dem Schrecken des Ersten Weltkrieges eine Möglichkeit des gemeinsamen Gedenkens zu schaffen.

Der Volkstrauertag in der Weimarer Republik

In der Weimarer Republik wurde der Volkstrauertag erstmals 1925 begangen, beeinflusst vom Tod des Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Bereits 1919 war er als Gedenktag vorgeschlagen worden, aber konkrete Pläne wurden erst später umgesetzt. Verschiedene Termine wurden diskutiert, bevor 1926 der Sonntag Reminiscere (fünf Wochen vor Ostern) als fester Termin etabliert wurde. Die politische Instabilität und die nicht eindeutig geregelte Zuständigkeit für gesetzliche Feiertage führten jedoch zu einer uneinheitlichen Handhabung.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) spielte eine zentrale Rolle bei der Organisation der Gedenkveranstaltungen. Beispielsweise fand der erste deutschlandweite Volkstrauertag am 1. März 1925 statt, um der über zwei Millionen im Ersten Weltkrieg auf deutscher Seite gefallenen Soldaten zu gedenken. Bereits 1927 wurden am Volkstrauertag Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen in ganz Deutschland durchgeführt.

Bis zum Jahr 1933 wurden die Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag hinsichtlich ihrer politischen Inhalte und Inszenierung analysiert. Die Diskussionen um Nationalfeiertage und Gedenktage für die Toten des Ersten Weltkriegs wurden als Teil des politischen Ringens um das nationale Gedenken in der Weimarer Republik betrachtet. Die Handhabung des Tages und die genaue Bedeutung des Volkstrauertags in der Weimarer Republik blieben jedoch oft umstritten und variierten regional.

Jahr Bedeutende Ereignisse
1925 Erster deutschlandweiter Volkstrauertag
1926 Sonntag Reminiscere als fester Termin
1927 Erste landesweite Gedenkveranstaltungen
1933 Analysen der politischen Inhalte der Gedenkveranstaltungen

Somit zeigt sich, dass der Volkstrauertag in der Weimarer Republik nicht nur ein nationaler Gedenktag war, sondern auch ein bedeutender Bestandteil der politischen und gesellschaftlichen Landschaft jener Zeit.

Seit wann gibt es den Volkstrauertag

Der Volkstrauertag, ein fester Bestandteil der deutschen Gedenkkultur, hat seine Ursprünge in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg. Der Volkstrauertag Ursprung liegt im Jahr 1919, als der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Gedenktag einführte, um der Toten des Ersten Weltkriegs zu gedenken. Der erste offizielle Volkstrauertag fand jedoch erst am 1. März 1925 statt. In jenem Jahr wurde dieser Gedenktag zum ersten Mal bundesweit begangen.

Volkstrauertag seit wann

Interessanterweise wurde der Volkstrauertag ursprünglich auf den fünften Sonntag vor Ostern, den sogenannten Sonntag Reminiscere, festgelegt. Dieses Datum hielt bis 1952, als der Tag schließlich auf den vorletzten Sonntag des Kirchenjahres, zwei Sonntage vor dem ersten Advent, verschoben wurde. Dies machte den Volkstrauertag zu einem symbolträchtigen Termin tief in der Herbstzeit.

Während der NS-Zeit erfuhr der Volkstrauertag Ursprung eine bedeutende Transformation. Im Jahr 1934 erklärten die Nationalsozialisten den Tag per Gesetz zum Staatsfeiertag und benannten ihn in „Heldengedenktag“ um, wodurch der Fokus auf die verherrlichende Erinnerung an die Gefallenen der beiden Weltkriege gelegt wurde. Diese Phase veränderte die Geschichte des Volkstrauertags deutlich, da seine ursprüngliche Bedeutung verzerrt wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1952 der Volkstrauertag in der Bundesrepublik Deutschland wieder eingeführt. Seitdem wird er jährlich zwei Sonntage vor dem ersten Advent gefeiert, wobei der Fokus auf dem Gedenken an alle Opfer von Krieg und Gewalt liegt, unabhängig von Nationalität oder militärischem Rang. Die Geschichte des Volkstrauertags bezeugt somit eine Entwicklung von einem nationalen Trauertag zu einem internationalen Gedenktag, der die Brutalität des Krieges und das Leid der Betroffenen weltweit anerkennt.

Ein weiteres interessantes Detail der Geschichte des Volkstrauertags ist das zentrale Gedenken im Deutschen Bundestag. Seit 1950 findet dort jährlich eine Feierstunde mit Ansprachen hochrangiger Politiker wie dem Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler statt, was die Wichtigkeit und die Aktualität dieses Gedenktags im kollektiven Bewusstsein der Deutschen unterstreicht.

Die Bedeutung des Volkstrauertags in Deutschland

Der Volkstrauertag ist heute ein wichtiger Nationaler Gedenktag in Deutschland, der jährlich zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen wird. Er dient dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und betont die Bedeutung des Friedens und des Zusammenlebens. Der Volkstrauertag wurde im Jahr 1919 durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingeführt und hat seitdem an Bedeutung gewonnen.

Die erste offizielle Feierstunde fand im Jahr 1922 im Deutschen Reichstag statt. Im Jahr 1934 wurde der Volkstrauertag durch die nationalsozialistischen Machthaber zum Staatsfeiertag umfunktioniert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Jahr 1952 der Volkstrauertag in der Bundesrepublik Deutschland wieder als nationaler Gedenktag anerkannt. Seit der Wiedervereinigung gilt dieser Gedenktag bundesweit.

Ein zentrales Element des Volkstrauertags ist die zentrale Gedenkstunde im Deutschen Bundestag, die jährlich um 13:30 Uhr organisiert wird. Diese Veranstaltung, sowie die zahlreichen Kranzniederlegungen, sind Höhepunkte der Gedenkaktivitäten. Der Tag erinnert nicht nur an die vielen Opfer des Zweiten Weltkriegs, insbesondere die Millionen Opfer des Angriffs- und Vernichtungskriegs in Ost- und Südosteuropa, sondern auch an die rund 9,4 Millionen Menschen, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren.

Jahr Ereignis
1919 Einführung durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
1922 Erste offizielle Feierstunde im Deutschen Reichstag
1934 Umwandlung zum Staatsfeiertag durch die NSDAP
1950 Erste zentrale Feierstunde im Deutschen Bundestag nach dem Zweiten Weltkrieg
1952 Wieder Anerkennung als nationaler Gedenktag in der Bundesrepublik Deutschland
2024 Der Volkstrauertag findet am 17. November statt

Insgesamt dient der Volkstrauertag als eine Mahnung zur Friedensbereitschaft und zur Förderung eines friedlichen Zusammenlebens. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. spielt weiterhin eine zentrale Rolle bei der Organisation und Pflege von Kriegsgräberstätten weltweit, wobei er 833 Stätten in 46 Staaten betreut. Über 954.146 Kriegstote wurden auf 83 Kriegsgräberstätten umgebettet, was die Bedeutung dieses Gedenktags weiter unterstreicht.

Der Volkstrauertag in der Bundesrepublik Deutschland

Seit 1952 begeht die Bundesrepublik Deutschland den Volkstrauertag als Nationaler Gedenktag. Dieser wird zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen und fällt im Jahr 2023 auf den 19. November. Der Tag wurde nach seiner Wiedereinführung als offizieller staatlicher Gedenktag eingerichtet und hat eine zentrale Bedeutung in der deutschen Erinnerungskultur.

Die zentrale Gedenkstunde im Deutschen Bundestag bildet jedes Jahr den Höhepunkt der Feierlichkeiten. Diese Gedenkstunde wird von prominenten Rednern aus dem In- und Ausland begleitet. So nahmen in den letzten Jahren beispielsweise Emmanuel Macron im Jahr 2018 und der Prinz von Wales 2020 an der Feierstunde teil. Hier wird nicht nur der gefallenen Soldaten aus den Kriegen, sondern aller Opfer von Krieg und Gewalt weltweit gedacht.

Die Bedeutung des Volkstrauertags in der Bundesrepublik erstreckt sich weit über die Gedenkveranstaltungen hinaus. An diesem stillen Feiertag gibt es landesweit besondere Regelungen und Einschränkungen, die von den jeweiligen Landesgesetzen bestimmt werden. Diese beinhalten oft Musik- und Tanzverbote, um die Würde und Besinnlichkeit des Tages zu wahren. Der Volkstrauertag erinnert an das Leid der Vergangenheit und mahnt zu Frieden und Verständigung.

Durch die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der über 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten pflegt, bleibt die Erinnerung an die Schrecken der Kriege und die Notwendigkeit einer friedvollen Zukunft lebendig. Mit mehr als einer Million Mitgliedern und Förderern ist der Volksbund ein wesentlicher Akteur in der Pflege der deutschen Erinnerungskultur und trägt maßgeblich zur Bewahrung der Geschichte des Volkstrauertags bei.

FAQ

Q: Seit wann gibt es den Volkstrauertag?

A: Der Volkstrauertag wurde erstmals 1919 vorgeschlagen und offiziell 1922 in der Weimarer Republik eingeführt. Der Tag dient dem Gedenken an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs.

Q: Wo liegt der Ursprung des Volkstrauertags?

A: Der Ursprung des Volkstrauertags liegt in den zahlreichen Verlusten und Verwüstungen des Ersten Weltkriegs. Ziel des Gedenktages ist es, an die gefallenen Soldaten zu erinnern und für den Frieden zu mahnen.

Q: Wie wurde der Volkstrauertag in der Weimarer Republik begangen?

A: In der Weimarer Republik wurde der Volkstrauertag als staatlicher Gedenktag zum ersten Mal 1922 offiziell begangen. Er diente dem Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs und sollte gleichzeitig zur Versöhnung beitragen.

Q: Seit wann gibt es den Volkstrauertag offiziell in Deutschland?

A: Der Volkstrauertag wurde 1922 in der Weimarer Republik offiziell eingeführt und hat sich im Laufe der Zeit entwickelt, um an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern.

Q: Welche Bedeutung hat der Volkstrauertag in Deutschland heute?

A: Heute hat der Volkstrauertag eine breite Bedeutung in Deutschland und gedenkt nicht nur der gefallenen Soldaten, sondern aller Opfer von Krieg, Gewalt und Unterdrückung weltweit. Es ist ein nationaler Gedenktag, der zur Wahrung des Friedens und der Versöhnung mahnt.

Q: Wie wird der Volkstrauertag in der Bundesrepublik Deutschland begangen?

A: In der Bundesrepublik Deutschland wird der Volkstrauertag am zweitletzten Sonntag vor dem ersten Adventssonntag begangen. Der Tag beinhaltet offizielle Zeremonien, Reden von Politikern, Kranzniederlegungen und Gedenkfeiern an Kriegerdenkmälern.

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