Woher kommt der Begriff Markise

Woher kommt der Begriff Markise?

Wussten Sie, dass der Begriff „Markise“ ursprünglich im Französischen als „Marquise“ bekannt war und dort einen völlig anderen Einsatz hatte? Die Etymologie dieses Wortes ist ebenso faszinierend wie seine historische Nutzung. Tatsächlich kann der Ursprung von Markisen bis ins antike Rom zurückverfolgt werden, wo große Sonnensegel zum Schutz und als Dekoration dienten. Doch detailliert betrachtet, stammt der moderne Begriff „Markise“ aus dem Französischen.

Ursprünglich bezog sich „Marquise“ auf den Titel einer Markgräfin, wurde jedoch im militärischen Kontext satirisch für Überzelte von Offizieren verwendet. Diese interessante Historie beeinflusste wiederum die Adaption des Begriffs im Deutschen als „Markise“ für Sonnenschutzvorrichtungen. Wenn Sie tief in die Bedeutung Markise und die etymologischen Wurzeln eintauchen möchten, sind Sie hier genau richtig.

Die Etymologie des Wortes Markise

Der Begriff „Markise“ stammt vom französischen „Marquise“, was „Markgräfin“ bedeutet. Diese französischen Wurzeln des Wortes spiegeln einen interessanten sprachlichen Bedeutungswandel wider. Um 1700 hatte das Wort die Bedeutung „Überzelt, zusätzliches Zeltdach“ in der Seemanns- und Soldatensprache.

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Bedeutung zu „leinenes Sonnendach vor Fenster oder Tür“. Der Übergang des Begriffs „Marquise“ ins Deutsche erfolgte im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts und ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dominierte die Bedeutung ‚Sonnendach aus Stoff vor Tür oder Fenster‘. Dieser Bedeutungswandel zeigt, wie das Markisenwortursprung von einem militärischen Überzelt zu einem alltäglichen Gebrauchsgegenstand mutierte.

Die Herkunft der Markise lässt sich also auf Kombinationen aus dem altfranzösischen „marchis“ und altprovenzalischen „marques“ zurückführen, was ‚Grenzland, Grenze‘ bedeutet. Eine interessante linguistische Reise, die durch die französischen Wurzeln des Wortes und seinen Bedeutungswandel geprägt ist.

Markisen in der Antike

Bereits im alten Rom, Ägypten und Griechenland wurden große Stoffbespannungen verwendet, um Schutz vor der Sonne zu bieten. Diese frühen Formen der Markisen, heute bekannt als Römische Sonnensegel, wurden nicht nur im täglichen Leben eingesetzt, sondern auch bei öffentlichen Veranstaltungen und in religiösen Kontexten. Diese Konstruktionen spielten eine zentrale Rolle in der Historie der Markise und zeigen, wie sich die Markisengeschichte entwickelt hat.

Römische Sonnensegel

Im antiken Rom beispielsweise wurden große Stoffbahnen über den Tribünen der Amphitheater gespannt, um die Zuschauer vor der intensiven Sonneneinstrahlung zu schützen. Diese Römischen Sonnensegel waren ein Vorreiter der modernen Markisensysteme und zeugen von der Ingenieurskunst der Zeit.

Auch im alten Ägypten fand man ähnliche Konstruktionen, die aus großen Tüchern bestanden und vor den heißen Sonnenstrahlen schützten. Diese frühen Markisenarten sind ein wichtiger Teil der Markisengeschichte. In Griechenland wurden Markisen in Form von Stoffdächern genutzt, die in den öffentlichen Marktplätzen und bei Festen Schatten spendeten. Diese historischen Anwendungen belegen die lange Tradition und die Bedeutung von Sonnensegeln und Markisen in verschiedenen Kulturen und Epochen.

Woher kommt der Begriff Markise

Der Begriff „Marquise“ und ihre Bedeutung sind tief in der Geschichte verwurzelt. Etymologisch leitet sich „Markise“ vom französischen Wort „marquise” ab, das eigentlich „Markgräfin” bedeutet. Interessanterweise fand das Wort „Marquise” seit dem frühen 18. Jahrhundert auch in der Soldaten- und Seemannssprache Verwendung. In diesem Kontext beschrieb es ein „Überzelt” oder ein „zusätzliches Zeltdach”, das hauptsächlich den Offizieren vorbehalten war.

Diese spezielle Bedeutung spiegelte den Status und die Privilegien der Offiziere wider. Später fand die Bezeichnung Eingang in die zivile Sprache und wurde benutzt, um einen festen Sonnenschutz zu benennen. Die Markisenentwicklung im 18. Jahrhundert in Frankreich spielte hierbei eine wesentliche Rolle, als Markisen aus Holz und Stoff wiederbelebt wurden und sich weltweit verbreiteten.

Dank der historischen Belege wissen wir, dass schon im Alten Ägypten und in den vorderasiatischen Reichen der Assyrer und Babylonier große bemalte Stofftücher als Sonnenschutz verwendet wurden. Im klassischen Griechenland des 5.-4. Jahrhunderts v. Chr. wurden Tuchvorhänge und große Stoffbahnen für den Sonnenschutz genutzt, was zeigt, dass der Bedarf an schattenspendenden Konstruktionen längst vorhanden war.

Im Zuge dieser Entwicklungen wandelte sich die Bedeutung des Begriffs „Marquise” im 19. Jahrhundert zu „Sonnendach vor Tür oder Fenster”. Markisen sind heute ein essenzieller Bestandteil des Rollladen-, Jalousie- und Sonnenschutzgewerbes und erfüllen sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich wichtige Funktionen als Sonnen- und Wärmeschutz.

Markisenentwicklung im 18. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert erlangte die Markise in Frankreich große Beliebtheit und verbreitete sich schnell über ganz Europa. Besonders in herrschaftlichen Häusern und bei den wohlhabenden sozialen Schichten war der Bedarf an effektivem Sonnenschutz hoch. Diese Aufkommen in Frankreich führte dazu, dass städtische und gehobene Wohngegenden vermehrt auf den innovativen Schutz setzten, der nicht nur Funktionalität, sondern auch Stil bot.

Die Verbreitung der Markise in Europa wurde durch zahlreiche technische und materielle Fortschritte beschleunigt. Der Handwerksberuf des Jalousinen- und Rollladenbauers, der bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgt werden kann, brachte nicht nur funktionelle, sondern auch ästhetische Lösungen in die Haushalte. Dies sorgte dafür, dass die Markisen in verschiedenen Formen und Materialien angeboten wurden, die den unterschiedlichen regionalen Bedürfnissen entsprachen.

Die Entwicklung des Jalousinen- und Markisenbaus fand auch in Deutschland Anerkennung, wo 1854 die erste Fabrik zur Herstellung von Jalousien in Hamburg eröffnet wurde. Markisen wurden kontinuierlich weiterentwickelt, was ihre Verbreitung in ganz Europa förderte. Der technische Fortschritt und das stetige Interesse an komfortablen Wohnlösungen sicherten der Markise einen festen Platz in der Baubranche und legten den Grundstein für spätere Innovationen in diesem Bereich.

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